Man erzählt sich!
Geschichten über und in Lützeroda!
Hier folgen Geschichten aus meiner Zeit in Lützeroda. Mein Name ist Uwe Zufelde und ich wohnte von 1958 bis 1985 in den Dorf bei Jena.
JahresZeiten
WINTER
Im Winter, wenn Schnee gelegen hat, war Lützeroda immer eine gute Adresse. Durch die Hochlage, gab es genug abschüssige Wege in das "Ziskauer Tal". Auch hinter dem Dorf Richtung Krippendorf spielte Skisport, für Langlauf eine gute Rolle.
Schnurgerade Richtung "Altengönnaer Holz"
Wenn die beiden Dorfteiche richtig Frost bekamen, war hier bei Schneemangel eine Ausweichmöglichkeit geschaffen, diese in den späten Nachmittagsstunden bei guter Beleuchtung immer benützt worden.
Bleiben wir bei Abwärtsfahrten, ob mit Schlitten oder Ski oder Gleitschuhen - für Anfänger und Mutige war immer was dabei. Da es noch wenig Verkehr gab und die Straßen eher mit Kohlendreck abgestumpft wurden, fanden auch auf den Verkehrswegen wir gute Bedingungen.
Blick von der "Schmitte" / links der KONSUM
Mitte der 70er Jahre kamen Leute auf die Idee, Weideflächen stationär einzuzäunen. Also gab es die Drähte auch im Winter und versperrte so manch gewohnte Stecken.
Zu Unfällen kam es dabei meines Wissens nicht. Trotzdem gingen bei den rasanten Abfahrten so mancher Schlitten oder Ski zu Bruch.
Blick auf das "Ziskauer Tal" / mit "Tälchen"
links "Die Mulde" - hier lernten wir mutig zu werden, ob mit Schlitten oder Skiern.
Wenn es die Sonne trotzdem schaffte, die Südhänge des Tales schneefrei zu bekommen, gab es ja noch die Cospedaer Seite und die schattigen Waldwege im Isserstedter Holz.
Nach jedem Wintersporttag kamen wir zwar recht zerzaust und durchnässt (oft zu spät) nach Hause, aber es hat Spass gemacht und gesund war es dazu.
Im Winter gab es auch weitere feste Termine, die eine Rolle in meinen Leben spielten. Ua Weihnachtsfeier in der Schenke / Silvester im Dorf / Geburtstagsfeier mit Schulkameraden / Fasching als Kinder und Jugendlicher, sowie die Schlachtfeste.
Weitere Erinnerungen in je nach Alter von mir!
Tümpeln
Egal was für Wetter - wir waren unterwegs in der Umgebung von Lützeroda. Mein Vater war Revierförster und ich wuchs mit ua Kleingetier auf. Ein Laubfrosch verbrachte oft den Sommer in einen Gurkenglas auf den Fensterbrett der Küche. Vater achtet darauf das wir das Tier immer gut pflegten. Nun gab es auch den "Panzerplatz". Da wurden im Frühjahr und Herbst Panzerübungen gefahren. Dazwischen war Ruhe und es gab eine vielzahl von Tümpeln, die durch Ausgraben der Panzerdeckungen entstanden. Dort waren wir oft zu finden und brachten so manches Krabbeltier mit nach Hause. Wahrscheinlich legte ich hier schon den Grundstock für mein späteres Hobby Aquaristik.

UnFreiwilliges Bad
Lützeroda hatte bis 1979 zwei Feuerlöschteiche. Baden war in beiden Gewässern nicht möglich. Erinnere mich aber das unser Nachbar mal paar Runden drehte. Dieser war auch zu Stelle, als ich das erste unfreiwillge Bad nahm. Beim Erhaschen von Wasserflöhen für meine Molche bekam ich das Übergewicht. Meines Wissens war der obere Teich nicht tief, aber recht schlammig. An gleicher Stelle brachen wir beim Eisschollefahren ein. Hier kam ich aber selbst wieder an's rettende Ufer. Auf beiden Teichen war immer was los. Im Winter nach begutachten der Männer Schlitt- und Gleitschuhlaufen und im Sommer selbstgebaute Boote fahren lassen oder eben Futterfangen. Auch Entengrütze ( Wasserlinsen ).

Der Ortelsgraben
Kaum noch vorstellbar, aber es war so. Wenigstens 1x im Monat schaffte jede Familie Unrat in die Natur. Die "Sammelstelle" war unser Ortelsgraben unten im Ziskauer Tal. Hier wurde alles hergebracht, was nicht verbrannt werden konnte. Glas/Zeitung/Lumpen/Knochen/Felle wurden von SERO gesammelt. Trotzdem war es immer ein gewaltiges Abenteuer, wenn Samstags neue Untensilien eintrafen. Alles was "leierte" wurde erstmal begutachtet. Das es dabei ab und zu Schnittwunden oder blaue Flecken gab, nahmen wir im Kauf. Im Winter kam es vor, dass wegen ungenügender Bremswirkung mancher mit seinen Schlitten da rein fuhr. Mitte der 80er Jahre war dann Schluss, da Lützeroda an das Jenaer Entsorgungssystem angebunden wurde. Nach der Wende wurde der Platz geräumt und heute ist der Ortelsgraben ein ortendlicher Graben.

Panzer kommen
Man hörte sie schon von Weiten - die sowjetischen Panzer. Im Frühjahr und Herbst waren sie immer 2x zwischen Weimar und den Truppenübungsplatz "Panzerplatz" unterwegs. Dazu quer durchs Dorf. Anwohner hatten sicherlich oft gemischte Gefühle. Das Geschirr in der Schrankwand klapperte. Mir ist nur ein schwerer Zwischenfall bekannt. Personen und Technik kam zum Glück nicht zu Schaden. Ein Brückenleger walzte den Traktorschuppen nieder. Die 1962 gepflasterte Strasse hielt bis zum Schluss verhältnissmäßig gut Stand. Nur an den Ortsausgängen waren größere Schlaglöcher zu verzeichnen die immer wieder geflickt = neu gepflastert werden mussten. Wir Kinder hatte da mehr Spass als wie die Erwachsenen und zählten dann oft die Kettenfahrzeuge. Bastelten mit den Lehmklumpen dann selbst "Kriegsspielzeug". Zu Regenzeiten, was dann oft vor kam, war die Strasse sehr klitschig. Die "Erlen" am Längsten, da dort wenig Sonne hinkam.

Schulweg
Ich wurde 1966 eingeschult und das mit knapp 8 Jahren. Ich war also immer der Älteste in der Klasse. Das hatte einen Grund. Meine Eltern wollte nicht, dass es wie meiner ein Jahre älteren Schwester ergeht - nämlich alleine in die Schule laufen. So waren wir fortan zu Viert die nach Closewitz und Cospeda in die Schule machten. Gelaufen, mit Fahrrad oder gar per Anhalter. Letzter Episode ist ganz lustig.
Unser Lehrer Erwin hatte es doch tatsächlich geschafft, dass wir mit den Bus in die Schule fahren konnten. Ein alter "Garant" schunkelte uns eine gewisse Zeit nach Closewitz. Manchmal kam der Bus, manchmal auch nicht. Es war die Zeit als der Traktorschuppen von sowjetischen Soldaten wieder aufgebaut wurde. Mir wurde das Warten zu bund ich ich stiefelte Richtung Lützeroda. Unterwegs sammelte mich ein "Russenauto" ein und ich kletterte an der Baustelle wieder raus. Überhaupt waren die "Russen" sehr kinderfreundlich und so manche Begebenheit schwirrt noch im Kopf umher.
Maibaum
Das war immer was. Maibaumsetzen. Oft am Vortag des 1.Mai's wurde in Lützeroda das Fest begangen. Anfangs stand der Maibaum in Oberdorf und später dann auf den zentralen Dorfplatz. Die Männer holten feucht fröhlich die grüne Birke oder Tanne und wir Kinder banden bunte Bänder drann. Der Baum wurd mit allen Kräften hochgezogen und danach ging es darum, wer die Stricke wieder abmacht. Der jenige musste nämlich gut klettern können. Da begann das Gejubele je höher der Artist kam. Bratwurst, OskarBrause und Bier machten den Tag zu einen Erlebnis. Die Fenster aller Häuser waren zur Strassenseite mit Fähnchen und Reisig geschmückt.

Schlachtfest
Von November bis in den März hinein wurde in Lützeroda geschlachtet. Es ging Reihe um, von Haus zu Haus. Wir Kinder bekamen von Mutter eine Schulbefreiung und so waren wir von Schwanz halten bis zum gute Ende dabei. Das Schwein wurde als Zugabe zum LPG Lohn gebracht. Glaube alle 2 Jahre eins. So kauften wir die andere Hälfte dazu und hatten jedes Frühjahr Schlachten. Die Gerätschaften wurden von uns Kindern Vortags zusammen getragen. Nicht alles hatte der Schlachter selbst, sondern Borgen wurde groß geschrieben.
Das Schwein selbst wurde ebenfalls am Vortag geliefert, denn nur ein ausgeruhtes Schwein blutet gut. Wir Größeren wurden schon mit voll eingespannt, neben Kessel feuern, Schwarte schruppen, Blut rühren dann auch schon mal Wellfleisch schneiden. Oft bekamen Kinder bei Schlachten den ersten Schnaps. Die anfallende Wurstsuppe wurde im Dorf verteilt und so gab es quasie 4 Monate öfters leckere Wurstsuppe.Schinken sowie Knackwürste wurden in der Schenke geräuchert und erst nach den ersten Kuckuckschrei angeschnitten.

Unser Kirschbaum
Süß und saftig waren seine Früchte. Einsam harte er den Wetter aus. Ertrug ungeschützt Schneesturm und Regengüsse. Trotzdem gab er uns Kindern einmal im Jahr die Freude Kirschen zu essen. Er war hoch und gewaltig. Das Klettern machte Spass. Er stand für uns Knirpse weit weg vom Dorf, schon fast am großen Wald.
Das ging jahrelang so weiter bis eines Tages wir ihn nicht mehr fanden. Große Felder, von Dorf zu Dorf hatten sein Leben gekostet.
Warum mustest Du weg, dass haben wir nie vestanden. Unseren Kirschbaum gab es nicht mehr.

Kartoffelferien
Die ersten Ferien nach den Sommer waren die "Kartoffelferien". Da ging es um's große Geld verdienen in den Kartoffelacker. 10 Pfennig kriegte man pro Drahtkorb. Die armen Bäuerinnen, denn wir Kinder schnappten uns nur die großen, größten Kartoffeln um so schnell wie möglich den Korb voll zu bekommen. Ab und zu durften wir auch den "Engländer" von Otto lenken. Das Gespann fuhr nämlich schöne langsam nebenher.
In den Pausen wurde immer viel gelacht und gescherzt.
Später entdeckte ich eine neue Geldquelle und meine Kartoffelferien wurden zu Eichelferien. Da kam ich nämlich besser weg und schleppte Säckeweise Eicheln und Kastanien zu meinen Vater für die Winterfütterung.

II. Stufe
6 Jahre mussten wir also sehen, bis auf den Schulbusversuch nach Closewitz, wie wir zum Unterricht kommen.1. und 2. Klasse nach Closewitz, sowie 3. bis 6. nach Cospeda. Von der Weglänge her machten beide Richtungen wenig Unterschied. Gab lustige Begebenheiten. Kam schon mal vor das wir in Unterhosen da gessen haben, da die Oberhosen von Herrn Lehrer getrocknet wurden.

Ab dritter Klasse kam der Schwimmunterricht dazu. Wie zu Wandertagen gewohnt, marschierten wir Richtung Jena durch den Cospedaer Grund zur Staßenbahnhaltestelle. Zurück natürlich auch dann bis nach Lützeroda heim. Im "Volksbad" war ein gewisser Herr Rabe und sehr mutig dazu. Wenn von uns mal einer seine Badekappe oder -hose verloren hatte, sprang er vom obersten Geländer ins tiefe Wasser und fischte das Objekt wieder raus. Am 25.6.1970 , kurz vor den großen Ferien hatte ich meine Schwimmstufe II in den Händen.

Oskarbrause
In den 60iger und 70iger Jahren gab es in Altengönna einen kleinen Brausehersteller. Dieses Getränk war auch eine Zeit Wegbegleiter in unserer Kinder- und Jugendzeit. Ich selbst war zu Stelle, wenn Oskar seine Getränke auslieferte. Erinnere mich an einen hellblauen Laster der älteren Bauart. Glaube ein "Granit", der Vorgänger vom "Garant".
Wenn wir Richtung Brauerei Jena machten musste ,ich mich im Stadtverkehr immer ducken, da Kinder in meinen Alter wohl in den Kraftwagen noch nicht mitfahren durften.
Unsere Lehrer Erwin spendierte schonmal nach den Sportunterricht einen Kasten rote Brause. Die grüne Waldmeister wurde später nicht mehr produziert. Angeblich giftig. Denke es lag eher an den Grundstoff ,den es nicht mehr gab. Meine Oma hatte die Gaststätte in Lütze und da holten wir natürlich unsere Brause heim. Noch bis in die Lehrlingszeit ,bei der ZBO Dorndorf gab es in der Kantine Oskarbrause für 21 Pfennig die Schnappflasche voll.

6090 kHz
Von meinem ersten Lehrlingsgeld kaufte ich für 245.- Mark ein "Stern Party" Kofferradio. Das hatte nämlich Kurz- und Mittelwelle.Wir hörten gemeinsam und Treffpunkt war immer der "FanStein" im Unterdorf. Anfang der 70er Jahre war RTL bei uns Herranwachsenden in aller Munde und Tasche. Was in den 60ern der "Deutsche Soldaten Sender" für meine ältesten Schwestern war. Ich erinnere mich noch an das Pfeiffen der Störsender.Die "Großen 8 & CO" - herrlich. Abends wurde dann auf Mittelwelle umgeschalten und die englische Version verfolgt. RTL Radio begleidete uns eine Zeitlang durch unsere Jugend. Und diese Zeit war eine Schöne. RTL stellte 1992 seinen Betrieb über KW ein. Also kann man nicht mehr mit der 6090 testen, aber über MW 1440 erlebt das Programm laut Internet einen neuen Aufschwung.
Später wurde Radiofernhören ein Hobby von mir , was 1998 leider enden musste. Meine Auszeichnungen und Geschenke, QSL Karten (Empfangsbestätigung) bewahre ich gut auf. Der Höhepunkt war 1990 ein "Radio Schweden Hörer Treffen" in Lützen bei Leipzig.

Onkel Otto
Klar hatten wir auch Fernsehen. Das spielte aber eher eine untergeordnete Rolle. Unseren ersten TV kaufte Vater vom Übernachbar ab. 2 Programme gab es, zwischen 18h und 20h kam "Onkel Otto" vom Hessischen Rundfunk dazu. Also ARD & DFF..später DDR Fernsehen. Nach getanen Pflichten und je nach Alter konnten wir nun schauen und saßen wie die Orgelpfeiffen in der Stube.
Die Mondlandung vom Apollo 11 am 20.Juli 1969 war der Hit. Dieser Augenblick sitzt fest in meinen Hinterkopf.
Ab der 7. Klasse ging es dann schon mit den Schulbus nach Stiebritz. Bis der Bus kam wurde das Fernsehprogramm vom Vorabend ausgewertet. Und da hatte ich schlechte Karten wenn es um "Bonanza" und Co ging, weil wir eben kein ZDF hatten. War darüber nicht grad traurig, aber es fehlte doch was. Kam aber öfters zu Einladungen bei unseren Freunden im Dorf die das 2. hatte.
Samstagvormittag wurde dann immer eine meiner Schwestern, die grad die Stube wienerten zum Aufschreiben des Wochenprogrammes von der ARD verdonnert. So wusste wir wenn "Kuli" oder "Am laufenden Band" kam. Kindersendungen vom DFF waren immer Spitze, von den Russischen Märchenfilmen ganz zu schweigen.
1982 hatten wir den ersten fabrikneuen Fernseher in S/W, farbig erst nach der Wende.

Vogelschaar
Mit 15 Jahren konnte man schon Moped fahren. Was lag es da näher als so einen "Vogel" aus den SIMSON Werken zu lenken. Schwarz sind wir auf abgeschlossenen Gelände heimlich gefahren. 1974 schaffte ich die "Prüfung" mit links und Vater gab mir seinen KR50. Den nam ich ua für auf Arbeit nach Altengönna oder zu kurzen Ausflügen. Ich war einer der Letzten in unsere Gruppe der so ein Moped sich anschaffen konnte. 1976 kaufte ich ne gebrauchte "Schwalbe". Mit dieser ging es dann schon mal auf die Autobahn. Nach meiner Armeezeit konnte ich mir eine nagelneue "Schwalbe" in "de Luxe" Ausführung holen. An ein Auto oder die Fahrerlaubnis dazu dachte ich nicht. 1991 hatte ich mein erstes Auto und "vergaß" mein Moped. Ein Jahr später wurde es für 50,-DM verscherbelt.

Samstagabend
"Rolly Compo" "Max Weischner" "Phönix" "Possenhainer" und CO. Da lag Musik in der Ohren und laut dazu. Samstags ging es oft in die Nachbardörfer. Kirmeszeit war in Lützeroda und Umfeld von Mai bis November. Weiss nur das in Isserstedt die Letzte im jeden Jahr war. Lützeroda war am letzten Augustwochenende Gastgeber. Anfangs gab es noch den Pfingstanz, wobei sich unsere drei Dörfer Cospeda, Closewitz und wir abwechselten. Außerorts wurde immer gelaufen, egal was für Wetter und wie weit es ging. Durch die regen Treffs wurden Freundschaften geschlossen und nicht selten wurden aus Päärchen Paare.
Hermstedt bei Apolda war für uns außerhalb der Kirmeszeit immer einen Fußweg wert. Neben Live-Bands gastierten dort dann auch schon die ersten DISCOs.
Der Eintritt kam 3.60 Mark. Das Bier 40 Pfennig. Wir jungen Kerlchen brauchten da nicht viel um den ersten Rausch zu bekommen. Unzählige mal kamen wir erst zum Morgengrauen heim, wobei später nicht unbedingt das Bier daran schuld war.--augenzwinker-.

Bretterbude
Meine Leute haben mich im Oktober 1983 sehnsüchtig von der Armee Heim erwartet. Ich machte auch 3 Kreuze und freute mich auf das Zivilleben. Schon am ersten WE, war grad wieder halwegs nüchtern, kam Andreas zu mir und lotzte mich ins Unterdorf. Dort gab es auf der Wiese eine Betonplatte und daneben lag eine ausgediente Baracke, glaub aus Zöhten bei Camburg hergekarrt. Dieser Haufen Bretter und Aspestplatten sollte unser neuer Jugendclub werden. Bis dahin waren wir entweder in der Kneipe oder im Nachbardörfern beim Flinken oder bei Käthe unterwegs.
Wir hatten fast November und unser Ziel war es, Silvester halten wir unserer erste Disco drinnen ab. Alle packten mit an. Volker hatte sogar noch rechtzeitig den Schornstein fertig bekommen und zwei alte ausgediehnte Öfen heizten uns den Raum warm. Jahreswechsel 1983/84 wurde im "Club" begangen - welch Wunder.
Im Folgejahr erfuhr unser nunmehr "Jugendclub" einen rassanten Aufschwung. Der Sozialanbau wurde erstellt, die Außenanlage mit Betonfläche geschaffen. Nun hatten wir unsere neue Wirkungsstätte. Fasching mit 5er Rat, handegemachte Disco's und die ersten Rentnerfeiern. Frauentagsfeier. Wahlokal. Und für private Feten wurde der Raum auch her geben.
Am 19. August 1985 nahm ich mit einen Polterabend Abschied vom "Jugendclub" und vom Dorf. Auch ohne mein Zutun entwickelte sich der Mittelpunkt von Lützeroda kräftig weiter und ist es bis heute geblieben.

Nun bist Du ganz unten angekommen und hoffe Du hattest ein bisschen Spaß. Wenn ein "Ach so war's..." oder "Stimmt genau!" über Deine Lippen gehen, würde es mich erfreuen. Da kannste Dich ja mal dazu im Gästebuch äußern.
Sollten mir weitere Begebenheiten einfallen, schreibe ich sie nieder. Bitte überlese mögliche Fehler. Vielen Dank :-)
© 08-12-11 Uwe Zufelde
Bilderquelle:Wikipedia / Video 775 Jahre Lützeroda / Webmaster /
Uwe Zufelde / Rheinstrasse 30 / A-6900 Bregenz / uwe.zufelde@aon.at
1958 - 1985 Anschrift: Dorfstrasse 14 / DDR-6901 Lützeroda